Kostenloser versand ab 100€ in AUT und 150€ in DE

Olivensorten aus Istrien

Die besten Oliven der Welt

Istrien ist die heimliche Hauptstadt der Oliven. Die große Besonderheit auf dieser Halbinsel ist die Koexistenz von heimischen und importierten Arten, die eine besonders große Vielfalt für Olivenliebhaber bietet. Doch gute Pflanzen alleine machen noch keine hochwertigen Qualitätsprodukte aus. Die Bauern mit ihren außergewöhnlich hohen Maßstäben und ihrer schonenden Produktionsweise tun das ihrige dazu, um Istriens Olivenprodukte weltweit nach ganz oben zu bringen.

Die wichtigsten Oliven-Sorten im kurzen Überblick

oder vielleicht die besten Oliven der Welt?

Črnica

Črnica Oliven sind eine einheimische und seit sehr langer Zeit bekannte Art. Sie wachsen an langen Stielen und sind mittelgroß bis groß. Das erzeugte frische Öl dieser Früchte ist sehr hochwertig und schmeckt pikant und leicht bitter. Es duftet süßlich und logischerweise nach Oliven.

Diese Sorte ist relativ immun gegen Schädlinge. Extreme Kälte vertragen sie  jedoch schlecht, darum starben viele Bäume bei der Frostperiode 1929 ab. Aus ihren Stümpfen entwickelten sich allerdings wieder neue Triebe, sodass die Bestände sich erholen konnten und weiterhin in großer Zahl existieren.

Da Črnica Bäume nur durch Fremdbestäubung befruchtet werden können, werden sie gemeinsam mit anderen Sorten gepflanzt. Eine gerne als Nachbar eingesetzte Art ist die Balica.

Buža

Buža Oliven sind ausgereift sehr dunkel, unsymmetrisch ellipsenförmig und mittelgroß bis groß.

Sie werden in zwei unterschiedlichen Reifestadien geerntet und verarbeitet, um einen jeweils anderen Geschmack zu erzielen.

Noch gelbliche Oliven ergeben ein hochwertiges Öl mit einem zarten, leicht bitteren und aromatischen Geschmack und herrlich frischen Duft. Dunkle Früchte werden zu einem süßen, fruchtig-würzigen Öl mit zartem Olivengeschmack verarbeitet.

Buža ist die am häufigsten angebaute Art auf der Halbinsel. Das durchschnittliche Klima eignet sich hervorragend für diese Bäume, denn sie benötigen Wärme, um gut wachsen zu können. Stehen sie dann noch auf einem geschützten Fleckchen Erde, steht einer prächtigen Entwicklung nichts mehr im Wege.

Buža Minuda

Die Bäume der Sorte Buža Minuda sind eher rar und finden sich beinahe ausschließlich um Bale. Sie tragen mittelgroße, ellipsenförmige Oliven.

Da es von dieser einheimischen Art nur wenige Pflanzen gibt, werden die Früchte mit anderen Sorten kombiniert verarbeitet.

Rosciola

Rosciola Oliven stammen ursprünglich aus Italien und passen sich an unterschiedliche Böden an. Sie sind klein, zwei bis drei Gramm schwer und in reifem Zustand weinrot oder schwarz-violett mit rötlichem Glanz.

Der Ertrag eines Baumes ist relativ hoch und ergibt ein fein duftendes und schmeckendes Öl.

Buža Puntoža

Gemeinsam mit Buža ist die Buža Puntoža die vorherrschende Olivenart auf Istrien. Das Hauptanbaugebiet befindet sich in der Gegend von Rovinj, Bale, Vodnjan und Fažana.

Diese Oliven sind etwas kleiner als die der Buža Bäume und an ihrer Spitze befindet sich eine Art Warze, die auch für den Namen ausschlaggebend ist. Die Früchte wachsen in Trauben an langen Stielen.

Die Bäume sind kräftig mit starkem Stamm und vielen Zweigen und die Baumkrone aus hellgrünen Blättern ist ausladend.

Das Aroma des Öl aus Buža Puntoža Oliven gleicht einer Mischung aus Oliven und reifen Äpfeln.

Drobnica

Drobnica Oliven sind oval und klein und wiegen rund 2,2g. Anfangs sind sie gelb-grün, ausgereift werden sie weinrot und schrumplig.

Das Öl ist sehr würzig und süßlich, mit einem leicht bitteren Aroma.

Man findet diese selbstbefruchtende, einheimische Sorte in beinahe allen alten Olivenhainen um Buje, da sie sehr verlässlich gute Erträge bringt. Zudem ist sie äußerst robust und verträgt auch Zugluft, Kühle und Dürreperioden.

Istarska bjelica

Diese Sorte ist auf Istrien und Kvarner beheimatet. Die Früchte sind mittelgroß, oval und hellgrün, manchmal mit einem leicht violetten Glanz.

Die Olivenbäume sind oft sehr hoch und mittelstark gewachsen und haben eine dichte Krone aus geraden oder leicht gebogenen festen Zweigen. Ein Kennzeichen sind die in sich gedrehten Blätter. Istarska bjelica sind ebenfalls sehr robust und überstehen auch die kalten Bora-Winde und niedrige Temperaturen.

Sie liefern mit kontinuierlich große Mengen an Öl, wobei es oft lange dauert, bis eine Pflanze zum ersten Mal trägt.

Dafür ist das Olivenöl von hervorragender Qualität mit einem intensiven würzigen und bitteren Geschmack. Ein Nachgeschmack oder weitere Aromen sind kaum vorhanden.  

Karbonaca

Dieser ideale, einheimische Ölbaum kommt vor allem im südlichen Istrien vor und verträgt je nach Lage auch niedrige Temperaturen.

Die Oliven sind länglich und unregelmäßig geformt, mittelschwer und fest. Ihre Farbe verändern sie während der Reifung kaum. Sie wachsen in Trauben und können bei früher Ernte leicht von den Stielen gelöst werden. Später schrumpfen sie zusammen und sind schwieriger zu pflücken.

Eine Besonderheit ist die lange Haltbarkeit dieser Sorte. Sie kann deshalb auch einige Zeit nach der Ernte verarbeitet werden, wobei das Mahlen dann schwieriger ist.  

Bei der Verarbeitung verströmt die Masse einen Geruch nach Blumenwiese und ergibt ein sehr feines, würziges Öl.

Žižolera

Von dieser alten einheimischen Art stehen nur mehr etwa zehn Bäume in Gajana im Süden der Halbinsel.

Die Oliven sind mittelgroß bis groß und sehen in etwa aus wie Chinesischen Datteln. Daher haben sie auch den Namen „žižula“, kroatisch für “Jujube” oder “Chinesische Dattel” bekommen.

Diese Art wuchs vor allem an engen und geschützten Plätzen und konnte darum auch kältere Perioden überstehen.

Ihre Eigenschaften gleichen denen der zur Ölgewinnung angebauten Olivenbäumen, daher werden diese Früchte gemeinsam mit den anderen verarbeitet.

Wie hoch die Qualität dieses Öls ist, kann man wegen der geringen Menge nicht sagen.

Allerdings dürfte der Unterschied nicht allzu groß sein, da es sonst zu Qualitätseinbußen käme, die die Istrischen Bauern nicht in Kauf nehmen würden.  

Moražola

Diese einheimischen Ölbäume zeichnen sich durch einen besonders guten Ertrag aus. Sie kommen hauptsächlich im Süden der Halbinsel vor, werden vor allem in geschützter Lage angebaut und vertragen deshalb auch niedrige Temperaturen gut.

Die Bäume haben einen geraden Stamm, sind mittelkräftig und besitzen eine ausladende Baumkrone mit kleinen olivgrünen, abgerundeten Blättern.  Die Oliven sind klein und rundlich und fallen nach der Reifung ab.

0