Flasche Ipša Frantoio Olivenöl auf einer Steinmauer im Olivenhain bei Sonnenuntergang mit Blick auf die istrische Küste

Flos Olei 2026: Istrien zum 9. Mal beste Olivenöl-Region der Welt

Einmal im Jahr kürt der internationale Olivenöl-Führer Flos Olei die besten Erzeuger der Welt — er gilt in der Branche als „Bibel" für natives Olivenöl extra. Im Sommer 2026 gab es dafür wieder eine Nachricht, die uns direkt betrifft: Istrien wurde zum neunten Mal zur besten Olivenöl-Region der Welt gekürt, noch vor der Toskana und Apulien.

68 istrische Betriebe in einer Ausgabe — Rekord

Flos Olei wählt jährlich rund 500 der besten Olivenöle weltweit aus tausenden eingereichten Proben. In der Ausgabe 2026 kommen 68 dieser 500 Öle aus Istrien — knapp 14 Prozent der gesamten Weltauswahl aus einer einzigen, vergleichsweise kleinen Halbinsel. 18 istrische Betriebe erreichten dabei mehr als 95 Punkte und damit die höchste Kategorie, die „Extra-Klasse".

Unsere Höfe in der Liste 2026

Zwei der Familienbetriebe, von denen wir direkt beziehen, stehen in diesem Jahr ganz oben auf der offiziellen Rangliste des Tourismusverbands Istrien:

Ipša (Mirnatal) — 99 von 100 Punkten. Nur der Hall-of-Fame-Betrieb Mate erreichte 2026 mehr. Die Familie Ipša bewirtschaftet 5 Hektar mit 1.000 Bäumen von Hand — seit 2005 durchgehend in internationalen Olivenöl-Guides gelistet.

Chiavalon (Vodnjan) — 98 von 100 Punkten. Damit zählt das Gut von Sandi und Tedi Chiavalon zu den 18 istrischen Betrieben der Extra-Klasse. Chiavalon presst innerhalb von 2–3 Stunden nach der Ernte — einer der kürzesten Wege von der Olive zur Flasche, den es gibt.

Zum Vergleich: Auch Al Torcio aus Novigrad, ein weiterer Betrieb aus unserem Netzwerk, erreichte in der aktuellen Ausgabe 95 Punkte und damit ebenfalls die Extra-Klasse.

Warum das mehr ist als eine Zahl auf dem Etikett

Flos Olei bewertet nicht nach Marketing, sondern nach einem Fachgremium, das Öle verkostet und nach organoleptischen Kriterien beurteilt — unabhängig von Auflage oder Werbebudget des Erzeugers. Für uns ist das eine zusätzliche, externe Bestätigung von etwas, das wir schon wussten: Wer bei kleinen istrischen Familienbetrieben kauft statt bei anonymen Großabfüllern, bekommt keinen Kompromiss, sondern oft die höher bewertete Wahl.

Die aktuelle Ernte ist limitiert

Ein Nachteil, wenn man bei kleinen Familienbetrieben statt bei Großabfüllern kauft: Die Mengen sind es auch. Die neue Ernte kommt bei allen unseren Höfen erst im Herbst — bis dahin verkaufen wir die letzten Flaschen der aktuellen Ernte mit 20% Rabatt. Bei einzelnen Ölen wie Chiavalon Romano sind das aktuell nur noch einzelne Flaschen.

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Quelle

Tourismusverband Istrien: „Flos Olei 2026 – Istriens Rang in den Welt-Gourmetführern". istra.hr

Häufige Fragen

Was ist Flos Olei?

Flos Olei ist ein jährlich erscheinender internationaler Führer für natives Olivenöl extra, herausgegeben vom Journalisten Marco Oreggia. Ein Fachgremium bewertet jedes Jahr über tausend eingereichte Öle aus fünf Kontinenten und wählt die rund 500 besten aus.

Ist Istrien wirklich die beste Olivenöl-Region der Welt?

Laut Flos Olei 2026 ja — zum neunten Mal seit 2016, vor der Toskana und Apulien. Das Ranking basiert auf der Konzentration und Bewertung der gelisteten Betriebe einer Region, nicht auf der Gesamtproduktionsmenge.

Beziehen sich die Punktzahlen auf eine bestimmte Sorte oder auf den ganzen Hof?

Flos Olei bewertet pro eingereichtem Betrieb, nicht zwingend pro einzelner Sortenabfüllung. Die 99 Punkte für Ipša bzw. 98 Punkte für Chiavalon beziehen sich auf den jeweiligen Familienbetrieb als Ganzes.

Warum ist die Menge begrenzt, wenn die Öle so gut bewertet sind?

Weil es Familienbetriebe mit wenigen Hektar sind, keine Industrieproduktion. Ipša bewirtschaftet zum Beispiel nur 5 Hektar mit 1.000 Bäumen von Hand. Ist eine Ernte verkauft, gibt es bis zur nächsten im Herbst keine Nachlieferung.

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