Polyphenole: Das Geheimnis junger Oliven

Polyphenole

Vielleicht hast Du schon etwas davon gehört: Vom Geheimnis junger Oliven? Oliven sind nicht nur Lieferanten hochwertiger ungesättigter Fettsäuren, sondern beinhalten noch weitere gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe: Die sogenannten Polyphenole.

 

Aber was sind Polyphenole überhaupt?

Polyphenole sind natürliche bioaktive Substanzen, die in der Natur vorkommen. Sie kommen in Pflanzen vor und sorgen für ihren Schutz, Geschmack und Farbe. Unter Schutz versteht man den Schutz vor Oxidation.

Pflanzen mit einem hohen Anteil an Polyphenole sind neben Oliven auch Trauben der Weinreben, daher auch im Rotwein vorhanden, der Saft des Granatapfels, Ginkgo, Tee oder Schwarznesseln.

Das Polyphenol der Oliven nennt man Oleuropein. Grundsätzlich lässt sich festhalten:
Desto jünger eine Olive ist, desto mehr Polyphenole hat sie in sich.

Oxidation ist der Grund, warum ein aufgeschnittener Apfel schnell verdirbt. Er hat keinerlei Helfer wie die Olive. Das schützt nicht nur die Olive, sondern auch das Olivenöl vor Hitze und Licht.

Die bioaktiven Polyphenole haben auch positive Auswirkungen auf den menschlichen Organismus. Daher zählt man sie in der Medizin auch zur Gruppe der Antioxidantien.

 

Welche Auswirkungen haben Polyphenole nun auf den menschlichen Körper?

Sie gehören zur Gruppe der Antioxidantien, die unter anderem entzündungshemmend und krebsvorbeugend wirken.

Sie schützen vor oxidativen Stress: Sie verhindern die Bildung von freien Radikalen und sie verlangsamen die Zelloxidation. Freie Radikale entstehen grundsätzlich während des Stoffwechsels im Zuge einer Mahlzeit und führen zu einer übermäßigen Sauerstoffaufnahme. Dieses Ungleichgewicht überfordert die Zellen und kann zu einer Schädigung führen, welche auch als oxidativer Stress bekannt ist. Das kann auf Dauer große Folgen haben wie einen früheren Alterungsprozess. Oxidativer Stress führt auch leider auch zu Folgekrankheiten wie Schlaganfall, Parkinson, Alzheimer und Herz-Kreislauferkrankungen.

Da diese Krankheiten nicht sofort ausbrechen, geht man davon aus, dass ein Überwiegen der krankheitsauslösenden- und begünstigen Faktoren gegenüber den Substanzen der Entgiftung wie Antioxidantien ausschlaggebend sind.

Polyphenole sind somit ein guter Grund Olivenöle anderen Ölen ohne bioaktive Inhaltsstoffe vorzuziehen.

 

Darauf solltest Du beim Olivenölkauf achten:

  1. Grundsätzlich gilt: nur Extra Vergine Olivenöle kaufen
  2. nur Olivenöle kaufen, wo sich der Produzent verpflichtet hat per Hand zu ernten, da es keine Erntemaschinen gibt, die junge von reifen Oliven unterscheiden kann. Die in Istrien übliche Methode ist das Abstreifen per Hand. MASINO Olivenöle sind alle per Hand geerntet.
  3. Manche Hersteller wie Chiavalon bieten ein eigenes Produkt mit sehr jungen Oliven an à MASINO-Produkt: Chiavalon Mlado.
  4. Nur Oliven, die nicht abgelegen sind, sondern sofort am Tag der Ernte in die Presse kommen, sind reich an Polyphenolen. Das hat natürlich eine Auswirkung auf den Preis, die die Olivenölpressen an diesen Erntetagen teurer sind.
  5. Wer billig kauft, kauft teuer. Die händische Ernte und der frühe Zeitpunkt mit kleineren Früchten haben seinen Preis. Daher haben durchschnittliche Olivenöle im Supermarkt nur einen Anteil von 30-100 mg je kg. Hochwertige Olivenöle haben mindestens 250 mg. Spitzenwerte je nach Anbaugebiet und Sorte sind mit 500-800 mg möglich.
  6. Überzeuge Dich selbst: Je bitterer und schärfer ein Olivenöl ist, desto höher der Gehalt an Polyphenolen.

 

 

Quellen: 
Stiftung Warentest, Warenkunde Öl, Berlin 2016
Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Polyphenole, 26.02.2017.