Olivenöl Tour bei Brist inkl. Istrien Tipps – Teil 2

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Zu Besuch in den Olivenhainen der Familie Brist

In Istrien ist der Herbst eingekehrt und hat die drückende Hitze vertrieben. Dennoch steht die Sonne an diesem Tag hoch, während eine sanfte Meeresbriese über unsere Gesichter streift. Paul weiß, die Erntezeit wird bald kommen. Es wird Zeit die Erntehelfer aus Fažana zusammen zu trommeln. Bis es soweit ist, lassen sich die Oliven in allen Farben und Größen bestaunen. Verschiedene Sorten tummeln sich auf dem Landgut, manche Bäume sind schon gut 100 Jahre alt. Diese werden von Familie Puhar mit viel Leidenschaft gepflegt. Paul setzt dabei auf eine ökologische Landwirtschaft und versucht mit natürlichen Mitteln Schädlinge wie die Olivenfliege von den wertvollen Oliven fernzuhalten.

kapelle sta margarita istrien

 

Die Kapelle Sta Margherita bei Brist – Olivenöl Tour in Istrien

Auf dem Weg zur Kapelle Sta Margherita entdecken wir immer wieder Bienen und Schmetterlinge. Diese sind ein gutes Zeichen einer naturbelassenen Landschaft. Gute Oliven reifen eben mit der Natur und nicht in einer Monokultur. Die Kapelle zeigte sich uns in ihrer uralten Schönheit inmitten eines kleinen Wäldchens, umgeben von alten Gemäuern, die bis auf die Illyrer lange vor Christi Geburt zurückgehen. Es ist ein Ort der Harmonie. Wir fühlen die Energie, die von diesem Ort ausgeht. Ein Teil der alten Mauern rund um die Kapelle zeigt einen künstlichen Unterschlupf aus Stein. In der Fachsprache Kažun genannt. Diese einräumigen Bauten dienten dazu Lebensmittel und auch die Ernte frisch zu halten, aber auch als Schlafplatz. Dazu muss man wissen, dass die Wege früher beschwerlicher waren und es somit mehrere Stunden dauern konnte bis man den nächsten Ort erreicht. Paul lässt diese einzigartige Tradition der Kažun wieder auferleben indem er gemeinsam mit jungen Olivenbäumen auch neue Kažun erbauen lässt.

kazun istrien

 

Unsere Olivenöl Tour mit Paul bei den Olivenhainen von Brist

Zurück am Ausgangspunkt unserer Tour bemerken wir wieder die Meeresbriese. Die Küste ist nur rund 5 km entfernt und für uns gut sichtbar. Paul erklärt uns wie wichtig die Meeresbriese für die Olivenbäume sei. Schon die alten Römer wussten von ihrer Wirkung als sie den Grundstein für die Olivenölerzeugung in Istrien legten. Mit ihnen entwickelten sich einzigartige Sorten wie Buža, Istarska bjelica (kurz Biancera genannt) oder Rošinjola. Am Ende des Tages geht es nicht darum das beste reinsortige Olivenöl der Welt zu produzieren. Es geht darum im Einklang mit der Natur zu sein und aus den verschiedenen Sorten ein ausgezeichnetes Produkt zu kreieren. Dabei setzt Paul einerseits auf die jahrhunderte alten einheimischen Sorten, aber auch auf neuere Sorten wie Leccino oder Frantoio, die es seit den 1950er Jahren in Istrien gibt.

Wir empfehlen BRIST Intenso, ein besonders intensives Olivenöl aus fünf alten istrischen Sorten. Es verkörpert die Vielfalt Istriens wie kein anderes Olivenöl.

Sta Margherita, benannt nach der Kapelle des Landguts der Familie Puhar, ist ausgewogener und als einziges Olivenöl der Marke BRIST ausschließlich aus Buža Oliven gepresst.